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Es duftet nach Vanillekipferl…
11.2.2010 von Uli.
…und das lange nach Weihnachten, und das bei uns am Klo !!!!
Da habe ich doch im Netto-Markt Klopapier entdeckt, welches oben genannten Duft verströmt. Lustig, gell?
Dachte ich auch…
Mir ist eigentlich pupsegal wie Klopapier aussieht, hauptsache weich und 3-lagig.
Nun endtdecke ich im Netto dieses interessante “Popo-Paper” und muss das einfach mal testen.*grins*
Jetzt verströmt das Klopapier seit 6 Tagen seinen Duft in unserem Winzig-Bad, und Siggi hat noch nix gesagt. Ich rieche das sofort. Lecker, da bekommt man/frau beim A….putzen Appetit.*grins*
Also: Wenn jemand noch in Weihnachtsstimmung ist (es schneit ja noch), sollte er in den Netto-Markt gehen und sich dieses geniale Klopapier holen….
Geschrieben in einfach nur Uli | 1 Kommentar »
Gemischte Gefühle…
6.2.2010 von Uli.
Eine Woche bin ich jetzt zu Hause. Nein, ich habe keinen Urlaub und nein, ich bummle auch keine Überstunden ab.
Freigestellt bin ich, wie meine lieben Kolleg/innen auch. Wegen Standortaufgabe, Werksschliessung oder das böse, böse Wort “Insolvenz”.
Mehr als 22 Jahre, einfach weg. So richtig glauben mag ich das noch nicht, obwohl uns vorletzte Woche ja schon so langsam die Werkshalle leergeräumt wurde. Trotzdem hatten wir noch eine lustige Zeit mit viel Lachen und Spass.
Nur als letzten Freitag der Feierabend gekommen war, wurden wir immer stiller. Keiner wollte aufstehen und gehen. Alle wussten, wenn wir jetzt hier rausgehen, dann wars das. Dann ist Schluss für immer. Okay, wir werden in Kontakt bleiben (viele auf jeden Fall), aber so wie hier sehen wir uns nie wieder.
Viele Tränen sind geflossen, als wir dann endlich gegangen sind, bei uns Mädels auf jeden Fall. Als ich vom Parkplatz gefahren bin habe ich geheult wie ein Schlosshund. Über 22 Jahre….![]()
Und jetzt?
Ich glaube es immer noch nicht so ganz. Aber wenn ich zurück denke, dann ist da keine Trauer, kein Kloss-im-Hals, keine Magendrücken, kein “ich-muss-gleich-heulen-Gefühl”. Ich kann mir auch die Fotos anschauen, die ich während der letzten Wochen gemacht habe. Ich dachte, wenn ich die sterbende Firma bildlich festhalte, begreife ich eher, dass es wirklich vorbei ist.
Aber es tut nicht weh…. nicht? nicht mehr? noch nicht? Kommt vielleicht noch.
Zwischenzeitlich habe ich sogar mit grosser Begeisterung Adressen herausgesucht und notiert, wo ich mich beweben will. Neugierig auf neue Herausforderungen, wo werde ich landen? Wohin führt mich mein Weg? An die Finanzkrise habe ich gar nicht gedacht. Kann doch nicht jedem schlechtgehen, oder?
Im nächsten Augenblick denke ich wieder, wenn mir jetzt einer sagt, das war alles nur ein böser Traum, und ich kann am Montag wieder zu Nachtschicht gehen, ich würde mit Freuden und Glück meinen Arbeitskorb packen, und denken: was für ein Alptraum….
Komisch, ich will zurück und bin gleichzeitig bereit, neues zu erleben. Neue Arbeit, neue Kollegen, alles neu.
Aber eines weiss ich ganz genau. Meine (ex)Kollegen werde ich immer in meinem Herzen tragen, ich habe sie immer als meine Familie betrachtet, mit Liebe. Auch wenn es schonmal Zickereien unter einigen gab, sie sind mir alle sehr wichtig und haben allen einen festen Platz in meinem Herzen.![]()
Für immer……
Geschrieben in Arbeitswelt | Keine Kommentare »
Ich hasse den Neujahrstag…
30.12.2009 von Uli.
…. ehrlich, und das schon lange.
Am liebsten würde ich ihn verschlafen und am zweiten Januar morgens aus dem Bett steigen, wenn das “Leben” wieder losgeht.
Wenn ich am ersten Januar morgens die Rollos hochziehe und aus dem Fenster schaue, denke ich immer:” Tot, alles einfach nur tot, nichts mehr los auf der Welt.”
Der Januar ist ein toter Monat, am Anfang auf jeden Fall. Ich bin froh, wenn mich am Zweiten der Alltag wiederhat. So war das bei mir immer schon…
Der Dezember ist ein sehr lebendiger Monat. Okay, Spekulatius gibt es schon im September, und die Weihnachtsmärkte beginnen am 23.November. Aber Anfang Dezember fängt das Leben wieder an:
Geschäfte sind geschmückt, in den Radios dudelt Weihnachtsmusik, die Wohnung wird dekoriert (mittlerweile etwas dezenter als am Anfang), ich sichte Plätzchenrezepte und habe Spaß am Backen, die Wohnung duftet nach Zimt, im Pausenraum unserer Firma steht auf der Fensterbank ein beleuchtetes Bäumchen, und wenn dann noch Schnee fällt, bin ich richtig glücklich.
Auch nach Weihnachten geht das Leben weiter. Die Geschäfte haben (endlich) wieder auf, Gedanken “was koche ich an Silvester?”, Normalität bestimmt mein Leben.
Silvester selbst ist ein fast normaler Tag. Es wird morgens eingekauft (die Kleinigkeiten, die noch fehlen), noch eine Maschine Wäsche angeworfen, Alltag eben.
Der Abend wird gemütlich. Raclette und Karten-spielen bei Freunden oder mit Siggi allein durchs Silvesterprogramm zappen bei einer guten Flasche Wein.
Gegen zwöfe gehen wir raus, gut eingemummelt und bewaffnet mit unseren Raketen und (in Siggis Fall) mit Böllern.
Sobald die Kirchenglocken anfangen zu läuten, gibt es das traditionelle Neujahrsbussi, wir wünschen uns “ein frohes Neues” und zünden unsere Raketen. Siggi böllert eben gerne. Meine erste Rakete wird mit Wünschen und Vorsätzen fürs neue Jahr bestückt und auf die Reise geschickt.
Wenn wir wieder reingehen, wird noch einmal angestossen und dann geht es auch bald schlafen.
Beim “Einduckeln” höre ich meist die letzten nächtlichen Geräusche. Irgendwo wird noch gefeiert, letzte Böller werden gezündet.
Das war es…. altes Jahr, machs gut, Tschüss….
Am nächsten Morgen, wie gesagt, der Gedanke… alles tot, alles weg. Stille… die Party-Fraktion schläft noch, nach Tanzen und Feiern bis zum Morgengrauen.
Die Weihnachtsdeko nervt nur noch, ich mag sie nicht mehr sehen. Weg damit, es passt nicht mehr. Ich will den Alltag wieder und freue mich, wenn ich wieder arbeiten gehen kann und einkaufen für den Alltag, und abends GZSZ gucken (Siggi guckt ab und an mit). Das normale Leben…. eben.
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