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- 19.2.2010: Not macht erfinderisch oder...
- 11.2.2010: Es duftet nach Vanillekipferl...
- 6.2.2010: Gemischte Gefühle...
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- 25.10.2009: Sommerzeit adé...Willkommen, Novemberblues
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Archive für Februar 2010
Not macht erfinderisch oder…
19.2.2010 von Uli.
… warum es besser ist, Rezepte erst zu testen, bevor man sie weitergibt. ![]()
Eine Geschichte mit Happy End
Kuchen aus Backbüchern oder Rezeptheftchen müssen gelingen. So sehe ich das.
Meist ist noch ein Bild mit abgedruckt, das Appetit macht. Der Kaffeeklatsch bei meinem Schwager am Samstagnachmittag hat schon Tradition. Ich bemühe mich immer um Abwechslung, selten gibt es einen Kuchen zweimal, es sei denn, meine beiden Herren wünschen das.Für morgen hatte ich mir einen Aprikosenkuchen mit Schmand ausgesucht, einen Blechkuchen aus dem Heft “Die besten Blechkuchen”
Hier ist das Rezept:
Und so sollte es aussehen:
Mmmh, lecker, gell? ![]()
Mürbeteig soll eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Da Siggi und ich noch fort wollten, habe ich den Teig mittags schon vorbereitet und in den Kühlschrank gepackt. Wird zwar mehr als eine Stunde, ist aber egal. Ich hatte mal einen Teig über Nacht kaltgestellt, und was soll ich sagen?
Nie hat sich ein Mürbeteig besser verarbeiten lasen als dieser.
Am späten Nachmittag waren wir wieder daheim, und ich machte mich sofort daran, den Kuchen zu backen. Während die Aprikosen abtropften und der Ofen vorheizte, habe ich die Schmandcreme bereitet. Alle Zutaten nach Rezept in die Schüssel gegeben und vermixt.
Aber Creme sieht anders aus und fühlt sich auch anders an. Das hier ist Flüssigkeit, nix Creme.
Laut Rezept sollte man die Creme über die Aprikosen geben und glattstreichen. Welche Creme? Glattstreichen? Da ist nix zum Glattstreichen…
Das Rezept gibt ja nur ein halbes Blech, man sollte einen Backrahmen um den Teig legen. Na, das wird eine schöne Sauerei geben. Die “Creme” wird mir aus dem Rahmen fliessen.
Was nun?
Wegschütten und morgen nochmal ohne die 200 ml Milch probieren?Warum nicht in einer Springform backen? Ich habe eine 26er Form mit Auslaufschutz.
Mürbeteig rolle ich immer zwischen zwei Lagen Backpapier aus. Das klappt super.
Aber nicht mit diesem Teig. Liess sich zwar toll ausrollen, wollte sich aber nicht so recht vom Backpapier lösen. Gut, Springformrand auf den Teig gedrückt, überschüssigen Teig weggekratzt, Backpapier den Teig entlang ausgeschnitten und das Ganze in die Form verfrachtet. Na also, geht doch.
Für den Rand habe ich vom Teigrest Scheiben abgeschnitten und an den Formrand gedrückt (wolte aber lieber an meinen Fingern kleben)
So sah das Ganze dann aus:
Rand ausrollen ging nicht, klebte zu sehr:
Aus dem restlichen Teig würde ich Streusel bereiten.
Weiter gehts, Aprikosen verteilen. Waren natürlich zu viele, aber den Rest würde ich anderweitig verwerten.
Dann vorsichtig die “Creme” darüber gegossen und festgestellt: Aprikosen können schwimmen.
Liess sich dann aber noch unter drücken.
Streusel konnte ich vergessen, die saufen mir ab, zu schwer.
Erstmal in den Ofen mit dem Kuchen. Und beobachten, die Backzeit ändert sich ja, wenn man einen Blechkuchen in einen Springformkuchen verwandelt.Dann die Idee: Sollte die “Flüssigkeit” doch so nach und nach fest werden, könnte ich die Streusel vielleicht zwischendurch…..Streusel reibt man mit den Händen. Nicht mit diesem Teig…
Also präsentiere ich…*hust*…
die ersten handgeschnittenen Streusel : ![]()
Dann musste es schnell gehen:
Backofen auf, Kuchen raus, Streusel drauf, Kuchen rein, Ofen zu….und abwarten.
Das Ergebnis hat mich glücklich gemacht.
Hier isser, der Blechkuchen aus der Springform:
So ist es doch noch zum Happy End gekommen.Vielleicht sollte ich diese Bilder an die Redaktion des Rezeptheftes schicken und mich beschweren?![]()
Geschrieben in Küchenplauderei | 1 Kommentar »
Es duftet nach Vanillekipferl…
11.2.2010 von Uli.
…und das lange nach Weihnachten, und das bei uns am Klo !!!!
Da habe ich doch im Netto-Markt Klopapier entdeckt, welches oben genannten Duft verströmt. Lustig, gell?
Dachte ich auch…
Mir ist eigentlich pupsegal wie Klopapier aussieht, hauptsache weich und 3-lagig.
Nun endtdecke ich im Netto dieses interessante “Popo-Paper” und muss das einfach mal testen.*grins*
Jetzt verströmt das Klopapier seit 6 Tagen seinen Duft in unserem Winzig-Bad, und Siggi hat noch nix gesagt. Ich rieche das sofort. Lecker, da bekommt man/frau beim A….putzen Appetit.*grins*
Also: Wenn jemand noch in Weihnachtsstimmung ist (es schneit ja noch), sollte er in den Netto-Markt gehen und sich dieses geniale Klopapier holen….
Geschrieben in einfach nur Uli | 1 Kommentar »
Gemischte Gefühle…
6.2.2010 von Uli.
Eine Woche bin ich jetzt zu Hause. Nein, ich habe keinen Urlaub und nein, ich bummle auch keine Überstunden ab.
Freigestellt bin ich, wie meine lieben Kolleg/innen auch. Wegen Standortaufgabe, Werksschliessung oder das böse, böse Wort “Insolvenz”.
Mehr als 22 Jahre, einfach weg. So richtig glauben mag ich das noch nicht, obwohl uns vorletzte Woche ja schon so langsam die Werkshalle leergeräumt wurde. Trotzdem hatten wir noch eine lustige Zeit mit viel Lachen und Spass.
Nur als letzten Freitag der Feierabend gekommen war, wurden wir immer stiller. Keiner wollte aufstehen und gehen. Alle wussten, wenn wir jetzt hier rausgehen, dann wars das. Dann ist Schluss für immer. Okay, wir werden in Kontakt bleiben (viele auf jeden Fall), aber so wie hier sehen wir uns nie wieder.
Viele Tränen sind geflossen, als wir dann endlich gegangen sind, bei uns Mädels auf jeden Fall. Als ich vom Parkplatz gefahren bin habe ich geheult wie ein Schlosshund. Über 22 Jahre….![]()
Und jetzt?
Ich glaube es immer noch nicht so ganz. Aber wenn ich zurück denke, dann ist da keine Trauer, kein Kloss-im-Hals, keine Magendrücken, kein “ich-muss-gleich-heulen-Gefühl”. Ich kann mir auch die Fotos anschauen, die ich während der letzten Wochen gemacht habe. Ich dachte, wenn ich die sterbende Firma bildlich festhalte, begreife ich eher, dass es wirklich vorbei ist.
Aber es tut nicht weh…. nicht? nicht mehr? noch nicht? Kommt vielleicht noch.
Zwischenzeitlich habe ich sogar mit grosser Begeisterung Adressen herausgesucht und notiert, wo ich mich beweben will. Neugierig auf neue Herausforderungen, wo werde ich landen? Wohin führt mich mein Weg? An die Finanzkrise habe ich gar nicht gedacht. Kann doch nicht jedem schlechtgehen, oder?
Im nächsten Augenblick denke ich wieder, wenn mir jetzt einer sagt, das war alles nur ein böser Traum, und ich kann am Montag wieder zu Nachtschicht gehen, ich würde mit Freuden und Glück meinen Arbeitskorb packen, und denken: was für ein Alptraum….
Komisch, ich will zurück und bin gleichzeitig bereit, neues zu erleben. Neue Arbeit, neue Kollegen, alles neu.
Aber eines weiss ich ganz genau. Meine (ex)Kollegen werde ich immer in meinem Herzen tragen, ich habe sie immer als meine Familie betrachtet, mit Liebe. Auch wenn es schonmal Zickereien unter einigen gab, sie sind mir alle sehr wichtig und haben allen einen festen Platz in meinem Herzen.![]()
Für immer……
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